NABU-Gruppe Schermbeck stellt bei Radwegeröffnung Idee eines Heckenerlebnispfades vor!
Von Heckenschutz | März 26, 2012
NABU stellt bei Radwegeröffnung Idee eines Heckenerlebnispfades vor!
Am 28.3.2012 wurde der neue Radweg auf der alten Bahntrasse in Schermbeck durch den Regionalverband Ruhr (RVR Ruhr Grün) eröffnet. Der neue Abschnitt des Radwegs „Auf den Spuren der Römer“ verbindet als Teil einer über 56 km reichenden Rad- und Gehwegverbindung die Römerlager und die heutigen Museen in Xanten und Haltern. Der neue Schermbecker Abschnitt der Radwegeverbindung reicht von der Maassenstr. in Schermbeck bis nach Dorsten-Holsterhausen.
Die NABU-Gruppe Schermbeck schlägt einen Heckenerlebnispfad vor, der u.a. auf dieser
Bahntrasse verlaufen soll (siehe: http://lbu.castor.de/wordpress/?p=302)
siehe auch: http://nabu-wesel.de/index_main.php?
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Heckenerlebnispfad Schermbeck
Wir schlagen für Schermbeck einen Heckenerlebnispfad vor, der auch Verästelungen zu Nachbargemeinden wie Dorsten-Holsterhausen und Raesfeld haben könnte. Der Pfad für Wanderer und Radfahrer mit unterschiedlich langen Streckenführungen stützt sich auf noch vorhandene Heckenlinien (Hecken, Wallhecken) in Schermbeck und wird zunächst durch einige Stützpunkte mit Infotafeln zur ökologischen Bedeutung der Hecken, zum Schutz bedrohter Pflanzen- und Tierarten (zu Wildbienen siehe u.a.: http://wildbienen.de/wbschutz.htm), zur naturnahen Heckenpflege etc. realisiert.
Von Anfang an sollen neue Heckenbänder dazu kommen oder beschädigte Heckenstrukturen ausgebessert werden. Dabei sollen standortgerechte Gehölze bevorzugt werden, aber auch Pflanzen Verwendung finden, die als Bienenweide und Vogelnährgehölze oder Wildobsthecke besonders geeignet sind.
Als Beispiel mag der “Heckenerlebnispfad Bräunlingen” dienen:
(http://www.braeunlingen.de/fileadmin/BENUTZERDATEN/Einrichtungen/Pauschalangebote/PDF-Dateine/0heckenfuhrer_2010.pdf).
oder der “Hagebuttenweg” im Erzgebirge: http://www.lpvme.de/download/hbw.pdf
oder “Lebensraum Hecke” in Vilsbiburg: http://vilsbiburg.de/index.php?id=1133,125
Patenschaften für einzelne Heckenabschnitte sollen den Bestand schützen und eine naturnahe Pflege absichern bzw. einen sanften Tourismus stärken.
Erste Stützpunkte: Biohof Deiters (Buschhausener Weg 12 - http://www.biohofdeiters.de/), Baumschule Wüstemeyer (http://www.baumschulen-wuestemeyer.de Am Frankenhof 45/am Radweg Schermbeck-Wesel, alte Bahntrasse), Ev. Stiftung Lühlerheim www.luehlerheim.de), Hof “Appelbongert” (Dämmerwalder Str. 44/Hogefeldsweg - http://www.appelbongert.de/), Turm des Turmvereins Damm (Strommuseum/http://www.turmverein-damm.de).
Wahrscheinlich soll der Pfad u.a. von der alten Bahntrasse in Damm über den Trafo-Turm in Damm, die “Große Heide”/”Zum Tüssen Brand” auf die Hecken um das Lühlerheim zulaufen und dann Richtung Dämmerwald und Raesfelder Schloß gehen. Ein zurückführender Weg könnte über Raesfeld-Erle (Lohrweg, Westricher Str….) und Üfte nach Schermbeck führen.
Ein weiterer Teil des Pfades soll über die alte Bahntrasse (und Bruchdamm, Bruchweg) nach Dorsten-Holsterhausen führen. Dort gibt es einen Anschluss an die Dorstener Lippe-Tour.
Vom Ortskern Schermbeck könnte ein kürzerer Wanderweg am Mühlenbach entlang, über Im Bruch, Dörnebruch, Richtung Worthuesweg zum Dämmerwald führen.
Freundliche Grüße
Jürgen Kruse
NABU-Gruppe Schermbeck
Bonifatiusstr. 10
46514 Schermbeck
02853-8579557
8.3.2012
siehe auch:
flyer-heckenerlebnispfad-entw-s1.pdf
http://www.nabu-wesel.de/index_main.php?unid=2135&websiteid=nabu&PHPSESSID=hmmkbfprekl5hmviui9uha4n7v5mhfqm
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Gemeinde Wustrow sichert naturnahe Auslichtung einer Heckenlinie
Von Heckenschutz | März 23, 2012
Bei der Auslichtung von Windschutzstreifen in der Gemeinde Wustrow (Samtgemeinde Lüchow) soll nach folgendem (einstimmigen) Ratsbeschluß eine naturgemäße Vorgehensweise durch Beachtung der “Empfehlung zur landschaftsgerechten Heckenpflege” http://lbu.castor.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/02/hecken_broschuere.pdf
des Fachdienstes Natur- und Landschaftsschutz des Landkreises Lüchow-Dannenberg gesichert werden:
“Der Rat beschließt, gemäß dem Antrag der CDU-Fraktion, die zu entfernenden Bäume durch Förster Wolgast kennzeichnen zu lassen und durch öffentliche Vergabe an Personen mit Sägeschein zu versteigern. Dabei muss die “Empfehlung zur landschaftsgerechten Heckenpflege” des Fachdienstes Natur- und Landschaftsschutz des Landkreises Lüchow-Dannenberg beachtet werden.”
Ein Erfolg für die Naturfreunde vor Ort und die vielen Mitarbeiter des Arbeitskreises Heckenschutz. (März 2012)
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LINKS u.a. zu Artenschutz und Hecken-Seiten
Von Heckenschutz | März 10, 2012
Artenschutz in Franken (Naturpark Steigerwald):
http://www.artenschutz-franken.de/
“Blumenstadt Mössingen”: http://www.blumenstadt.eu/
Herwig Klemps BLOG zur Natur (nicht nur rund um Wardenburg), zum Artenschutz, zu Wildbienen, Klima, Landwirtschaft…: www.neue-landsicht.de
Die Dissertation ” Feldhecken und deren Einfluß auf Hochwasser- und Naturschutz unter Berücksichtigung agrarökonomischer Belange im Naturraum Erzgebirge” von Frau Dr. Sylvi Bianchin, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), Weberplatz 1, 01217 Dresden, Tel.: +49 351 4679-237; Fax: +49 351 4679-212; S.Bianchin@ioer.de;
http://www.ioer.de findet man hier: http://www.qucosa.de/recherche/frontdoor/?tx_slubopus4frontend[id]=8195
“Ziel der Arbeit war die Beurteilung der räumlichen Verteilung und Struktur von Feldhecken hinsichtlich ihrer Wirkung für Hochwasser- und Naturschutz, sowie die Analyse von agrarökonomischen Faktoren, welche die Anlage von Hecken fördern beziehungsweise behindern. Folgende Fragen standen bei den Untersuchungen im Mittelpunkt: Wie muss eine Hecke sowohl aus naturschutzfachlicher als auch hydrologischer Sicht aufgebaut sein, um eine optimale Wirkung zu erzielen, und wie müssen die Rahmenbedingungen für Landwirte aussehen, damit Heckenstrukturen nicht nur erhalten, sondern auch neu angelegt werden können?….”
Die essbare Stadt, u.a. Andernach:
http://www.umweltjournal.de/AFA_umweltnatur/17929.php
http://www.heike-boomgaarden.de/projekte/projekt-andernach–unsere-stadt-blueht-auf/oeffentliche-gruenanlagen/index.php
http://www.essbare-stadt.de/index.php?index
http://www.swr.de/im-gruenen-rp/-/id=100810/nid=100810/did=7979542/l116p1/index.html
bebilderter Vortrag: http://www.mai-nrw.de/fileadmin/user_upload/projekte/2011_post_oil_city/Andernach_Essbare_Stadt/Essbare_Stadt_Andernach.pdf
Weinberge als Refugium für Bienen - blühende Lebensräume zwischen Rebzeilen:
http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/mosel/kurz/Kurz-Mosel-Riesling-gewinnt-internationalen-Bioweinpreis;art778,3049985
http://edition-bee.de/New/index.php?id=5
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Baumreihe weg - Landschaftsbild zerstört! - Viersen
Von Heckenschutz | März 10, 2012
Landschaftsprägende und für den Niederrhein typische Baumreihe wurde in Viersen am Rande eines Naturschutzgebietes beseitigt!
Die Fotos sprechen für sich:
pappeln5-viersen.bmppappeln2-viersen.bmpfaellung-viersen.bmp
Nun ist es geschafft!:
gefaellte-pappelreihe-viersen.bmp
Ort des Geschehens: Clörather Mühle - Viersen.
“Mitte Februar wurden von der Stadt Viersen unter Polizeischutz 42 fast ausnahmslos gesunde Pappeln gefällt, die genau auf der Grenze zwischen dem Naturschutzgebiet Salbruch und einer Ackerfläche standen, fernab jedes Weges. Die Fällung war rechtswidrig, denn sie war im aktuellen Forstwirtschaftsplan nicht vorgesehen. Die Stadt stützte sich auf die Verkehrssicherungspflicht: Es sei „Gefahr in Verzug“, denn „bei Sturm könnten Äste auf den Acker fallen, die den Landwirt gefährden, zudem müsse er die Äste dann eigenhändig beiseiteräumen.“ (!) Der Vorgang liegt derzeit zur rechtlichen Prüfung beim Umweltministerium NRW. Die Pappelreihe war landschaftsprägend, nach beiden Seiten über einen Kilometer sichtbar und sie markierte die Abbruchkante des Nierstales.” (ein Kommentar aus Viersen)

Wer denkt eigentlich an die Zukunft unserer Kinder, an die Naturkreisläufe? Wie lange wird es dauern, bis die Zerstörung des
Landschaftbildes wieder ausgeglichen werden kann? Was ist mit Klima- und Artenschutz? Man hätte dem Landwirt das Stück Acker
am Rande der Pappelreihe für einen Blühstreifen auch abkaufen können! Siehe auch die Filme von Dieter Wieland (”Grün kaputt” und zu den Heckenzerstörungen) auf dieser homepage!
Siehe auch Presse dazu:
http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-viersen/viersen/entscheidung-die-42-pappeln-an-der-cloerather-muehle-werden-gefaellt-1.900869
und:
http://www.rp-online.de/niederrhein-sued/viersen/nachrichten/stadt-faellt-42-pappeln-1.2712905
Weitgehende Zerstörung! Siehe dazu das Luftbild von der Niersniederung im Bereich des NSG Salbruch (Clörather Mühle/Viersen): http://lbu.castor.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/luftbild-cloerathermuhle-pappeln-weg.jpg
Die Pappelreihen am Niederrhein sind bedroht! Siehe dazu den Stand der Auseinandersetzungen in Viersen:
pappelinfo-niersniederung-03-12.pdf
Recherchen zeigen, dass zahlreiche Kreise und Gemeinden des Niederrheins – von Emmerich bis Köln – in den
letzten ca. 5 Jahren Pappeln weiträumig gefällt haben und darüber kontrovers diskutiert wird. Es ist zu befürchten,
dass es in einigen Jahren keine Pappeln mehr am Niederrhein gibt, wenn sich nicht Bürger dagegen engagieren. Wir
werden uns für den Erhalt dieser landschaftsprägenden Bäume einsetzen und haben bereits Kontakt mit anderen
Initiativen am Niederrhein aufgenommen.
Ludwig Mertens
Cloerather Mühle 36
41749 Viersen
Tel. 02156 490 456
E-Mail pappeln@gmx.de
www.cloerather-muehle.de
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Viersen ist nur ein Beispiel für den Baumschwund überall im Land: An Straßen und Kanälen verschwinden immer mehr gesunde große Bäume, nahezu alle Bäume werden inzwischen irrsinnig hoch abgeastet, Heckengehölze werden gezielt immer wieder abgeschlagen und vernichtet (mit Maschinen zerfleddert).
Zu Viersen hier noch einmal ein Pressebericht (auch über Bürger, die sich endlich wehren):
http://www.rp-online.de/niederrhein-sued/viersen/nachrichten/viersens-baeume-in-gefahr-1.2804273
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Grün kaputt - Hecken verschwinden! - Film von Dieter Wieland - 1983
Von Heckenschutz | März 9, 2012
Dieser Film zeigt sehr gut die Naturzerstörung durch industrielle Landwirtschaft, Zupflasterungen durch “Wirtschafts–Wachstum”, aber auch durch eine Gartenideologie und einen Ordnungswahn, der tote und naturferne “Gärten” hervorbringt!
Dazu gab es eine BUND-Photo-Ausstellung und ein Buch: Grün kaputt, Landschaft und Gärten der Deutschen, Raben Verlag München, Hrsg.: D. Wieland, P. M. Bode u. R. Disko, München 1983 (antiquarisch noch zu bekommen!). http://www.raben-verlag.de/oekolog.htm
Hier geht es zu dem eindrucksvollen Film:
http://www.youtube.com/watch?v=LUTx5i0U0v4
Hecken verschwinden!
Probleme der Heckenlandschaften: http://www.youtube.com/watch?v=3gtsniG-B58
Hecken sind die wichtigsten Lebensadern der Landschaft!
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Hecken fördern Artenvielfalt bei Feldvögeln (noch) stärker als ökologischer Landbau
Von Heckenschutz | März 2, 2012
Göttinger Agrarökologen untersuchen Effizienz von agrarwirtschaftlichen Umweltmaßnahmen
(pug) Sowohl freistehende Hecken als auch der ökologische Landbau fördern die Zahl der Feldvögel in einer Kulturlandschaft. Agrarökologen der Universität Göttingen sind nun der Frage nachgegangen, welche der beiden Maßnahmen die effektivere ist. Dabei wiesen sie einerseits nach, dass die ökologische Bewirtschaftung von Grün- und Ackerland einen positiven Einfluss auf die Artenvielfalt der Feldvögel hat. Andererseits leisten Hecken aber einen deutlich größeren Beitrag: Je länger die Hecke, umso mehr Feldvogelarten kommen in ihrer Umgebung vor. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Biological Conservation erschienen.
„Wenn man die Länge einer Hecke von 50 Metern auf 250 Meter erhöht, steigt die Zahl der vorhandenen Feldvogelarten von zwei auf zehn“, so Dr. Péter Batáry, der zurzeit als ungarischer Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen forscht. Gleichzeitig untersuchte Dr. Batáry, in welcher Art von Landschaft das Anpflanzen von Hecken die größte Bedeutung hat. Dabei konnte er den positiven Effekt in diesem Ausmaß nur für Hecken in „ausgeräumten“ Landschaften nachweisen, in denen weniger als 17 Prozent des Bodens naturbelassen sind. In naturnahen und strukturell komplexen Landschaften mit wenig Landbau ist die Artenvielfalt von vornherein sehr hoch. Hier haben lokale Maßnahmen des Umweltmanagements nur eine geringe Effizienz. „Diese Ergebnisse zeigen, dass bei agrarwirtschaftlichem Umwelt- und Naturschutz die Bedeutung der Landschaftsstruktur viel stärker als bisher berücksichtigt werden muss. Entgegen der landläufigen Meinung lohnen sich lokale Maßnahmen in ‚ausgeräumten‘ Landschaften viel mehr als in naturbelassenen“, betont Prof. Dr. Teja Tscharntke, Leiter der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen.
Darüber hinaus spielen auch artspezifische Besonderheiten eine Rolle. So fanden die Wissenschaftler heraus, dass sich die Dichte von am Boden brütenden Feldvögeln wie der Feldlerche in einer Landschaft mit ökologischem Anbau verdoppelt. Dr. Batáry kommt deshalb zu dem Schluss: „Beide Maßnahmen – Hecken wie Öko-Landbau – leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Feldvögel, von denen viele Arten bedroht sind.“
Originalveröffentlichung: Péter Batáry, Theda Matthiesen, Teja Tscharntke. Landscape-moderated importance of hedges in conserving farmland bird diversity of organic vs. conventional croplands and grasslands. Biological Conservation 143: 2020-2027 (2010).
http://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?cid=3713
Foto (Uni Göttingen) dazu, siehe: http://www.expertenmakler.de/en/newsimage?id=129619&size=screen
ZU Hecken und Artenvielfalt siehe auch: http://www.uni-kassel.de/hrz/db4/extern/E_Learning_Label/Witzenhausen/useiten/fgebiete/boupfl/landbau/projekte/heckeng%20Folder/tier/settier.htm
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Roundup verbieten!
Von Heckenschutz | Januar 20, 2012
Der Wirkstoff Glyphosat (u.a.: in Roundup von Monsanto) ist offensichtlich gefährlich und müßte verboten werden!
Hier im Schermbecker Raum werden großflächig ganze Felder bis an Wassergräben heran und im Wurzelbereich von Baumreihen und Hecken mit Totalherbiziden wie Roundup totgespritzt!
zu den Gefahren siehe: http://www.ithaka-journal.net/herbizide-im-urin
eine Initiative zum Verbot von Roundup mit ausführlichen Informationen und Begründungen: http://umweltinstitut.org/roundup_verbieten
und: http://umweltinstitut.org/gentechnik/aktionen/hintergrund-roundup-912.html
Umweltschützer warnen vor Roundup: http://www.nabu.de/themen/landwirtschaft/pflanzenschutz/roundup/13891.html
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Ein Film zum Thema Roundup: http://umweltinstitut.org/gentechnik/aktionen/videos-roundup-913.html
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Grundwasser mit Glyphosat kontaminiert
Newsletter des Umweltinstitut München e.V., Freitag, den 20. Januar 2012
Was nicht sein darf, kann auch nicht sein. So oder ähnlich beurteilt offenbar die Bundesregierung die Frage zur Grundwasserbelastung durch Glyphosat, dem Wirkstoff des Pflanzengiftes Roundup.
Auf eine Anfrage der Grünen antwortete die zuständige Behörde, dass die Funde von Glyphosat im Grundwasser in Deutschland nicht von landwirtschaftlichen Flächen stammen können. Denn dies sei laut Hersteller gar nicht möglich. Daher wird Glyphosat im deutschen Grundwasser kaum und wenn, nur freiwillig untersucht. Spanische Wissenschaftler wollten es genauer wissen: Sie fanden in über 40 Prozent der untersuchten Proben Glyphosat, in Konzentrationen, die bis zu 25 mal höher sind als der deutsche Grenzwert.
Aktion Roundup verbieten!Auch in den USA wird Glyphosat immer wieder in Flüssen und Seen nachgewiesen. Und in Deutschland bleibt das Grundwasser sauber, weil es Frau Aigner so will?
Das reicht uns nicht! Beteiligen auch Sie sich an unserer Aktion “Allestöter Roundup verbieten!”
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Wallhecken in Niedersachsen durch CDU/FDP bedroht!
Von Heckenschutz | Januar 5, 2012
Ein neues Landesgesetz (der CDU/FDP-Regierung) könnte dem Lebensraum Wallhecke in Niedersachsen “den Rest geben”!
Aktueller Brief des Wallhecken-Experten Georg Müller an den Niedersächsischen Umweltminister (Stefan Birkner/FDP):
lbu.castor.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/wallhecken-bf-umin-birkner-g-mueller.pdf
Abgeordnete sollen Wallhecken schützen!
http://lbu.castor.de/wordpress/wp-admin/upload.php?style=inline&tab=browse-all&post_id=292&_wpnonce=ab09226e35&ID&action&paged#
Wallhecken in Niedersachsen stark gefährdet!
http://lbu.castor.de/wordpress/wp-admin/upload.php?style=inline&tab=browse&action=view&ID=295&post_id=292#
und:
http://lbu.castor.de/wordpress/wp-admin/upload.php?style=inline&tab=browse-all&post_id=292&_wpnonce=8fa307f96f&ID&action&paged#
Zu den Wallhecken und Hecken -nicht nur in Niedersachsen- siehe auch hier auf dieser Seite unter LINKS, besonders:
www.wallhecke.de oder: www.wallhecken.de !
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Hecken können Bodenerosion verhindern!
Von Heckenschutz | Oktober 9, 2011
Hecken können Bodenerosion verhindern!
Nachdem ein Staubsturm -auf der A19 bei Rostock- zu einer Massenkarambolage mit 8 Toten und 131 Verletzten geführt hat,
kommt nun endlich auch wieder die Bedeutung der Heckenlinien in der Landschaft in den Blick (http://www.n-tv.de/wissen/Staubstuerme-kann-man-bremsen-article3110751.html?service=print
und: http://www.n-tv.de/wissen/Staubstuerme-kann-man-bremsen-article3110751.html
Doch nicht nur die Bodenerosion kann durch Hecken und Wallhecken gebremst werden. Die Hecke hat viele Vorteile für die Landwirtschaft und kann das Artensterben in der sonst so ausgeräumten Landschaft verhindern. Die vielfältigen Funktionen einer Hecke und ihre ökologische Bedeutung sind vielfach beschrieben und dokumentiert worden (siehe u.a.: http://www.anual-ev.de/pdf/anual10.pdf und: Materialien und links auf dieser Seite sowie: www.heckeninderlandschaft.npage.de).
Nun kommt es darauf an, Heckenpflanzprogramme überall in Gang zu setzen und dann diese Hecken durch eine behutsame, naturnahe Pflege auch zu erhalten (siehe u.a.: http://www.hannover.de/data/download/RH/umwelt/faltblaetter/NUHecken_5.pdf ).
Für die Böden ist ohnehin die “Alarmstufe Rot” vielfach angesagt worden, denn “Intensive Landwirtschaft zerstört (diese) wichtige Lebensgrundlage”; siehe u.a.:
http://www.pressetext.com/print/20110614018

Foto: Bodenerosion bei Dannenberg-Tramm (Wendland)
Die Bodenerosion wird auch in Deutschland zu einem ökologischen und ökonomischen Problem, wie Atlant Bieri am 9.6.2011 in der Süddeutschen Zeitung schreibt (”Bodenlos”, S. 9). Falsche EU-Agrarförderung begünstigt die Fläche und bodenzerstörende Praktiken. Eigentlich gehört es laut “Bodenschutzgesetz” zu den “Grundsätzen der guten fachlichen Praxis”, dass insbesondere “die naturbetonten Strukturelemente der Feldflur, insbesondere Hecken, Feldgehölze, Feldraine und Ackerterassen, die zum Schutz des Bodens notwendig sind, erhalten werden”. Doch tatsächlich übersteigt der rasante Abbau der fruchtbaren Erde immer stärker die natürliche Bodenneubildung.
Im Schermbecker Umland werden Feldraine gezielt weggepflügt und ständig abgemäht (auch durch die Bauhöfe), Hecken u.a. durch falsche Pflege allmählich in schüttere Baumreihen oder zu wertlosen Spalieren verwandelt. Die weiter vordringenden Mais-Monokulturen, die Grünlandumbrüche und großflächigen Spritzungen mit Totalherbiziden kommen noch verschärfend dazu.

Foto: Nur die Strommasten halten den Landwirt noch davon ab, bis an die Straßenkante zu pflügen und den “Randstreifen”
völlig zu beseitigen! (Schermbeck, An der Vogelstange, Frühjahr 2011).
Wir brauchen dringend eine Agrarwende, die eine Abkehr von Massentierhaltung und (übermäßigem) Fleisch- und Milchkonsum beinhaltet.
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zur Agrarwende siehe u.a.:
Robert Süss, Gesunde Milch, Abrechnung mit einer tödlichen Lüge, Novum Publishing GmbH, Neckenmarkt (A)2009.
Franz Alt, Agrarwende jetzt, Gesunde Lebensmittel für alle, Goldmann Verlag, München 2001.
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Haben Landschaftsschänder freie Hand? - Naturschutz eine Farce?
Von Heckenschutz | Juni 30, 2011
Landschaftszerstörung in Lüchow-Rehbeck (Wendland) ohne Ende?
10. November 2011
Seit Jahren zerstört ein Großagrarier in Lüchow-Rehbeck systematisch die Baum- und Heckenlinien. Anwohner und Arbeitskreis Heckenschutz haben seit Jahren bei der Unteren Naturschutzbehörde (Kreisverwaltung Lüchow-Dannenberg), bei der Landwirtschaftskammer, bei der Polizei usw. die Beobachtungen vorgetragen und Anzeigen gemacht. Belegfotos wurden vorgelegt. Die Verwaltung verfügt über Luftbildkarten und weitere Unterlagen/Informationssysteme (u.a.: “Feldblockfinder” Niedersachsen),
die das Ausmaß der Zerstörungen genau belegen! Dennoch sah man jahrelang keine Gegenwehr, keine Konsequenzen!
Nun hat ein Mitarbeiter des “Arbeitskreises Heckenschutz” den landwirtschaftlichen Betrieb (am 9. August 2011) “auf frischer Tat ertappt” und die Landschaftsverschandelung live mitfilmen können! Eine ganze Baum-Heckenlinie wird gerodet. Die Baumstümpfe werden mit der Hilfe eines Baggers in einem Erdloch versenkt. Ein Traktor zieht mit einer Egge den Boden glatt und nun ist die Grundlage für mehr EU-Fördergelder gesichert? Ist so Subventionsbetrug möglich? Kennen die EU-Behörden die Folgen ihrer naturfeindlichen Agrarförderung? Was tun die örtlichen Naturschutzbehörden, die Landwirtschaftskammer, die Polizei, die EU in diesem Fall?? Was folgern die Kommunalpolitiker in Lüchow-Dannenberg, die Naturschutzbeauftragten daraus?
Hier geht es zum Film:
Film: Rolf Liebeneiner
Wir werden die Sache weiter verfolgen und berichten!
Die Untere Narurschutzbehörde im Landkreis Lüchow-Dannenberg ignoriert diesen Film, der die Naturschänder bei ihrer Aktion erfasst! Dazu schreibt der Arbeitskreis Heckenschutz nun noch einmal an den Landkreis (10.3.2012):
unb-luchow1.jpg
unb-luchow2.jpg
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Zeitung vom 5.6.2011
Wie so oft in den letzten Jahren werden Umweltschützer -auch im Landkreis Lüchow-Dannenberg- hingehalten. Der Naturschutz hat keine Lobby. Wozu sind die Naturschutzbeauftragten und die Untere Naturschutzbehörde des
Landkreises in Lüchow eigentlich da? Der Ort der Landschaftsschändung liegt im Naturpark “Elbufer-Drawehn” an der Elbe
in der Samtgemeinde Elbtalaue.
Nur wenn Bürger wachsam sind und zusammen mit dem Arbeitskreis Heckenschutz und der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt (www.anu-wendland.de) sich konkret wehren, können die restlichen Hecken, Wallhecken, Baumreihen und Biotopverbundlinien gerettet werden! Die Übergriffe -motiviert durch das Profitstreben der Massentierhaltung und Industrielandwirtschaft- auf “unsere” Lebensumwelt nehmen zu!
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General-Anzeiger Lüchow-Dannenberg
Datum: 16.10. 2011; Ressort: Lokales; Seite: 1
Heckenfrevel vor Gericht: Landwirt muss zahlen
Schäpingen (ado). Wegen eines Verstoßes gegen das Naturschutzgesetz und die LandschaftsSchutzVerordnung musste sich ein Landwirt aus Schäpingen vor dem Amtsgericht Dannenberg verantworten. Der Landwirt hatte sich bei der Feldarbeit von der Hecke behindert gefühlt und hatte sie mit schwerem Gerät eigenmächtig abgeräumt. Dass Feldhecken grundsätzlich geschützt sind und im vorliegenden Falle die Hecke auf einem der Gemeinde Schnega gehörenden Wegrandstreifen stand, war für ihn kein Hinderungsgrund. In diesem Falle kam erschwerend hinzu, dass die Hecke im Landschaftsschutzgebiet lag und somit durch die dort geltende Verordnung besonders geschützt ist. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg wollte dies nicht durchgehen lassen und hatte ein Bußgeld, sowie Wiedergutmachung des entstandenen Flurschadens verlangt. Zum Gerichtsverfahren kam es nur deshalb, weil der Bauer sich ungerecht behandelt fühlte und gegen den Bußgeldbescheid Einspruch erhob. Doch das Gericht bestätigte: „Die Entfernung der Hecke war ein eindeutiger Gesetzesverstoß“. Das Bußgeld in Höhe von 500 Euro fiel, nur deswegen so gering aus, weil Zeugenaussagen über die Länge der zerstörten Hecke widersprüchlich waren. Auch ein Ortstermin hatte diesbezüglich keine Klärung ergeben. Doch gab der Richter dem Landwirt mit auf den Weg: Im Wiederholungsfalle würde die Angelegenheit für ihn erheblich teurer werden! „Ob der Landwirt das Unrechtmäßige seiner Rodungsaktion eingesehen hat, bleibt indessen zweifelhaft“, meinen Prozessbeobachter von der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt (ANU-Wendland e.V.).
Dabei ist unter Ökologen unstrittig, dass gerade die Landwirtschaft den größten Nutzen aus einem intakten Heckensystem zieht: Hecken sind ein Lebensraum für zahlreiche Tiere, die den Schädlingsbefall regulieren. Vor allem aber wirken sie als Windbremse und verhindern, dass die kostbare Krume sich in Dürrezeiten als Staubwolke vom Acker macht.
Der Schäpinger Bauer wird bald wieder Anlass haben, über diese Zusammenhänge nachzudenken. Ihm steht nämlich ein zweites Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg bevor, in dem es darum geht, wie für die zerstörte Hecke Ersatz zu schaffen ist.

Links des Weges hat ein Landwirt aus Schäpingen die Hecke auf einer Breite vom 4 bis 5 Metern vollständig mit schwerem Gerät eigenmächtig gerodet. Wegen dieses Verstoßes gegen das Naturschutzgesetz und die Landschaftsschutzverordnung musste sich der Landwirt vor dem Amtsgericht Dannenberg und demnächst vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg verantworten. Der Landwirt hatte sich bei der Feldarbeit von der Hecke behindert gefühlt. Foto: ado
Beiträge: Allgemein, Anzeigen/Meldungen zu Naturzerstörungen, Dannenberg, Heckenzerstörung-Ursache, Kreis Lüchow-Dannenberg, Kreisverwaltungen-Untere Naturschutzbehörden, Presse, Umweltrecht | Keine Kommentare »
Suchwettbewerb: größte Naturverschandeler!
Von Heckenschutz | März 18, 2011
Wer diese von der Gemeinde Schermbeck kunstvoll gestalteten Naturobjekte, die heiße Favoriten sind für den landesweiten Wettbewerb “Wer ist der beste Naturverstümmeler?”, in Schermbeck findet und an den Arbeitskreis Heckenschutz meldet (info@heckenschutz.de oder: 02853-8579557), bekommt einen Preis (ein Getränk aus der Hecke)!
Jogaübung?:

Schwimmer am Startblock?:

Sichel?:

Damit Beton, Zupflasterungen und Steine sowie Kultautos noch mehr zur Geltung kommen, wurden in einer “Nacht- und Nebel-Aktion” ortsbildprägende große Bäume in Schermbeck entfernt! (Dezember 2011)

Der schöne Baum vor dem Chinalokal in Schermbeck (Erler Str.) wurde entfernt!

Auch am Parkplatz Pöttekamp (Schermbeck) ist der Blick nun frei auf Autos, Pflaster, Beton!
Heckenkaputtpflege -durch den örtlichen Bauhof- am Schermbecker Mühlenbach, der nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie dringend naturnäher gestaltet und saniert werden muß!:
rodungen-verstummelungen-025.JPG
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Die Gemeinde Schermbeck scheint beratungsresistent zu sein! Sie rechtfertigt die Verschandelung des Ortsbildes und der Landschaft mit belanglosen “Argumenten”. Doch die Naturfeindlichkeit der in Schermbeck Regierenden wird hoffentlich auch den Bürgern allmählich bewußt! Wir bleiben an der Sache dran!
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Überall nicht nachvollziehbare Abholzungen in Schermbeck: Regenrückhaltebecken Siegelhof/Im Bruch, Im Trog und Versümmelungen der Natur (Beseitigung von Biotopen, Zerstörung der Bienenweide….) wie auf den Pflanzinseln in der Ludgerusstr.!
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Wegränder gehören zurück als öffentliches Eigentum-Artensterben stoppen!
Von Heckenschutz | März 17, 2011

Aus der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt (ANU-Wendland) wird zu diesem beeindruckenden Foto folgendes mitgeteilt: Hallo Zusammen,
bei mir vorm Fenster hat sich in den letzten Tagen Bedeutendes ereignet. Nachdem ich im Herbst einen Bauern und eine Nachbarin angesprochen hatte, dass über den Landschaftspflegeverband Obstbäume zu beziehen wären und wir doch hier den Weg gegenüber gut bepflanzen könnten, gab es eine Art gegenläufigen Domino-Effekt. Die Nachbarin spricht mit dem Bürgermeister, der Bauer mit seinem Kollegen. Dieser lehnt eine Bepflanzung ab, weil er immer über den Weg wendet. Der Bürgermeister beauftragt ein Vermessungsbüro und dann ein Landschaftsbauunternehmen. Seit gestern sieht das also so aus, dass 40 Obstbäume gepflanzt wurden und damit der eine Landwirt nicht mehr über den Weg wendet und ihm seine Grundstücksgrenzen in Erinnerung gerufen werden, gibt es eine Reihe Eichenpfähle als sozusagen”Leitkultur” für den Pflug. Das Vermessungsbüro hatte die Pfahlreihe markiert unter Berücksichtigung des Nds. Nachbarschaftsrechts, d.h. der Mindestabstand der Pflanzung zur Grenze ist eingehalten. Wieso das Wintergetreide bis über die Pfähle eingesät wurde, zeigt das soziale Verständnis.
Unser Bürgermeister sitzt übrigens mit H. zusammen im Umweltausschuß des Landkreises. Gute Arbeit H. !
Gruß W.!
siehe auch: Wegränder-Schutz im Landkreis Uelzen:
www.uelzen.bund.net/wofuer_setzen_wir_uns_ein/kulturlandschaft/pflege_von_wegeseitenraeumen/
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aus einem Leserbrief an die Elbe-Jeetzel-Zeitung (Wendland):
Ein notwendiger Beschluss
Betr: Beschluss Gemeinderat Clenze zu abgepflügten Wegerandstreifen
Auf Antrag der UWG hat der Gemeinderat Clenze kürzlich beschlossen, abgepflügte Wege und Randstreifen im Einvernehmen mit den Nutzern in ihren ursprünglichen Zustand wieder herstellen zu lassen (EJZ 30.11.2011).
Es ist ein Beschluss, der in Anbetracht immer schmaler werdender Ackerrandstreifen absolut notwendig ist, Hoffnung gibt und auch von anderen Gemeinden übernommen werden könnte.
Es wäre gut, wenn es gelänge, Ackerrandstreifen wieder in ihre ursprüngliche Breite zurückzuführen. Ackerrandstreifen sind Lebensräume mit einer Fülle von Pflanzen- und Tierarten und sind Grundlage der biologischen Vielfalt in einer offenen Kulturlandschaft.
Dadurch, dass sie in eine offene Landschaft hineinreichen, haben sie neben dem Erhalt der Artenvielfalt eine besondere Bedeutung. Sie vernetzen Lebensräume miteinander und sind Leitlinien zur Wanderung und Verbreitung vieler Tierarten.
Diese Randstreifen in einer offenen Landschaft müssen gänzlich wieder hergestellt werden, wenn nicht gegen das Wohl der Gemeinde verstoßen werden soll. Sie sind nicht verhandelbar. Das gleiche gilt für wegegepflügte Gemeindewege, die einst in die offene Landschaft hineinreichten.
Und hätten viele Wegeseitenränder wieder ihre ursprüngliche Breite, wäre an vielen Stellen eine Pflanzung von Hecken und Bäumen möglich, ohne dass Landwirte beim Ackern behindert würden. Es wäre eine weitere Bereicherung, ökologisch und im Erscheinungsbild unserer Landschaft.
Natürlich, Gespräche mit betroffenen Landwirten wären als erster Schritt das „Normalste der Welt“.
Ich habe jedoch über viele Jahre immer wieder erfahren müssen, dass Gespräche und selbst amtliche Informationsbroschüren vom Naturschutzamt des Landes zur ökologischen Bedeutung von Ackerrandstreifen bei betroffenen Landwirten zu keiner Veränderung in der Haltung in ihrer Verantwortung der Natur und dem Allgemeinwohl gegenüber geführt hat.
Vielleicht ist der Beschluss ein neuer Anfang, dass sich über Gespräche etwas ändert. Wenn nicht, ist ein klares Vorgehen der Verwaltung erforderlich, notfalls auch über rechtliche Schritte, damit unrechtmäßig abgepflügtes, ökologisch wertvolles Gemeindeland wieder in das Eigentum der Gemeinde, zu ihrem Wohl, zurückgeführt wird.
H.K. Banzau
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oder siehe “Projekt Wegränder” des BUND im Herzogtum Lauenburg (SH): http://www.bund-herzogtum-lauenburg.de/projekte/wegraender/
WEGRÄNDER
“Die Wegränder in der Feldmark sind wegen des meistens nährstoffarmen Bodens ein Hort für vielfältige Kräuter und Wildblumen. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass man sie wachsen lässt. Leider hat es sich in fast allen Gemeinden eingebürgert, schon früh im Jahr mit dem Mähgerät eine „Pflege“-Aktion durchzuführen. Diese Aktionen machen weder Sinn, noch sind sie notwendig. In der Feldmark gibt es keine Leuchtbaken, die freigehalten werden müssen. Auch behindern Pflanzen die Landwirte beim Befahren der Wege nicht. Vielmehr verursacht der Einsatz von Maschinen hohe Kosten. Zusätzlich werden klimaschädigende Abgase erzeugt.
Wegränder haben vielfältige Funktionen:
*Die Wildblumen liefern Nektar für Insekten.
*Die Samen sind Nahrung für Vögel wie Rebhuhn, Fasan, Birkenzeisig, Feldsperling, Goldammer im Herbst und im Winter.
*Kräuter und Blattpflanzen werden von Hasen, Kaninchen und Schmetterlingsraupen verzehrt.
*Die Pflanzen schützen den Knickfuß vor Austrocknung.
*Sie bieten Schutz- und Versteckmöglichkeiten für Vögel wie Fasan und Rebhuhn.
*Blühende Kräuter im Sommer, bizarre mit Schnee oder Reif bedeckte Stängel im Winter sind ein ästhetischer Anblick für den Menschen.
Wegränder sollten wegen einer sonst aufkommenden Verbuschung i. a. ein Mal im Jahr gemäht werden. Als Zeitpunkt wird von den Fachleuten in den meisten Fällen dafür das Ende der Vegetationsperiode empfohlen. Das garantiert auch im Jahr der Mahd die notwendige Samenbildung. Magerrasen-Wegrandtypen vertragen nur alle drei bis vier Jahre einen Schnitt. Bei schnellwüchsigen Pflanzengesellschaften sind zwei Mahden pro Jahr, die erste frühestens ab Mitte Juni, sinnvoll. Dann sollte aber lediglich in einer Breite von ca. 1 m gemäht werden, um die restlichen Pflanzen zur Samenbildung kommen zu lassen.
Der BUND im Kreis Herzogtum Lauenburg ist seit längerer Zeit darum bemüht, die Mahd der Ränder an den Wegen abzustellen, wo sie sinnlos ist. Das ist insbesondere dort der Fall, wo kein Straßenverkehr herrscht. An anderen Stellen, wo ein Schnitt aus Sicherheitsgründen erforderlich ist, sollte dennoch sensibel mit dem Mähgerät umgegangen werden. Ein Mähen bis an den Knickfuß ist in den seltensten Fällen zwingend. Wir haben uns an Bürgermeister von Gemeinden, aber auch an Politiker im Kreis gewendet. Die Reaktion ist immer ähnlich: Zunächst wird dem Anliegen viel Verständnis entgegengebracht. Am Ende wird aber doch wieder gemäht. Immerhin: Einige Gemeinden haben ihr Verhalten geändert. Es wird nur noch ein schmaler Streifen gemäht, der Rest darf sich frei entwickeln.”
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siehe auch: http://www.nuv-borken.de/Ratgeber/WaldUndFlur/Landschaft.htm#Wegeraender
und:
http://www.nlwkn.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=7896&article_id=43006&_psmand=26
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Heckenvernichtung in Hamminkeln
Von Heckenschutz | März 11, 2011

Grandiose Naturzerstörung im Naturschutzgebiet am “Vöckingsweg” in Hamminkeln (Kreis Wesel): Auf ganzer Länge wurden am Lichtholzer Bruchgraben alle Heckengehölze (auch die lange noch nicht pflegebedürftigen!) “auf den Stock gesetzt” (nachdem früher mühsam vom Heimatverein gepflanzte Bäume als Überhälter bereits entfernt worden sind!)! Auf der gegenüberliegenden Seite wurden Bäume zu Karikaturen abgeastet und am gesamten Stamm schlimm verletzt!
für das Naturschutzgebiet gilt gem. Lanschaftsplan: “Schutzzweck:
Die Festsetzung als Naturschutzgebiet erfolgt gemäß § 20 a), b) und c) LG
a) zur Erhaltung, Herstellung und Wiederherstellung einer überwiegend durch Grünland und Gehölzstrukturen geprägten Niederungslandschaft mit ihren charakteristischen Biotoptypen und Lebensgemeinschaften, insbesondere
* zur Erhaltung und Wiederherstellung der strukturreichen und z.T. alten Hecken, Feldgehölze und Kopfbäume, die den Landschaftsraum gliedern
* zur Erhaltung und Entwicklung von Pflanzengesellschaften der feuchten Niederungen und Bachläufe (u.a. Röhrichte, Laichkrautbestände, Gelbe Teichrose) sowie der z.T. sehr alten Gehölzstrukturen (Erlen, Eichen, Eschen, Weiden), die als wichtige Brut-, Rast- und Nahrungsbiotope gefährdeter Vogelarten (z.B. Nachtigall, Graureiher, Kiebitz und Blässgans) dienen
* zur Erhaltung und Herstellung eines naturnahen Zustandes der Fließgewässer, insbesondere der Issel als Hauptfließgewässer des Gebietes, aber auch der kleineren Fließgewässer und Gräben
* wegen der Bedeutung der Gebiete für den landesweiten und regionalen Biotopverbund.”
Wer schützt im Kreis Wesel die Natur(schutzgebiete)?? Wann erarbeitet der Kreis Wesel Empfehlungen zur naturnahen Heckenpflege, die dann auch die Bauhöfe der Kommunen, des Kreises usw. anleiten könnten? Wann gibt es Schulungen für die “Pflegedienste”?? - Auf dieser Internet-Seite gibt es dazu viele Beispiele und Vorlagen (siehe: “naturnahe Heckenpflege”)!
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Ökologisch orientierte Waldwirtschaft - “Nachhaltigkeit”
Von Heckenschutz | März 2, 2011
Zum Widerspruch zwischen den Versprechungen, die Wälder ökologisch bewirtschaften zu wollen, und dem katastrophalen Zustand unserer Wälder -siehe: Peter Wohlleben, Wald ohne Hüter, Im Würgegriff von Jagdinteressen und Forstwirtschaft, Ein Förster erzählt, adatia Verlag, Sankt Augustin 2008.
Hier ein Film zum wirklich nachhaltig geformten Wald und P. Wohlleben: http://www.veeds.org/2011/10/15/Hier-und-Heute-15102011-Der-goldene-Oktober-Ich-glaub-ich-steh-im-Wald/
Siehe auch: Gayer, Karl: Der gemischte Wald. Berlin 1886 (auch als Reprint erhältlich) - In der deutschen Nationalbibliothek findet man im Internet eine (nahezu) komplette Liste der Titel von Gayer und zwar unter:
https://portal.dnb.de/opac.htm?query=Woe%3D117678376&method=simpleSearch
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Wallheckenschwund II
Von Heckenschutz | Februar 28, 2011

Diese Wallhecke am Forsthausweg in Schermbeck (Kreis Wesel) läuft als Biotopverbundlinie auf den Wald (Üfter Mark im Naturpark “Hohe Mark”) zu. Handelt es sich nun um einen Kahlschlag, einen Eingriff in ein geschützes Biotopsystem oder lediglich um eine mit einem Förster des RVR abgesprochene “Pflegemaßnahme”? Jedenfalls ist ein Teil einer einigermaßen intakten Biotopverbundlinie
für lange Zeit verschwunden! Das Artenstrerben schreitet voran!
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Im Landschaftsplan für den Norden von Schermbeck (Kreis Wesel) heißt es:
“Landschaftsprägende Vegetationsstrukturen wie Hecken, Feldgehölze und Einzelbäume sind zur Aufwertung des Landschaftsbildes (vor allem in weit einsehbaren Bereichen) und zur Verbesserung des Biotopverbundes zwischen vorhandenen Gehölzbeständen und Biotopen gezielt zu ergänzen. Hecken und Gehölzstreifen sollten einschließlich der Säume mindestens 5 m breit sein. Anpflanzungen sollten so angelegt werden, dass ackerbaulich und gärtnerisch genutzte Flächen möglichst gering betroffen sind.
In den großflächigen ackerbaulich geprägten Räumen sind unter Berücksichtigung der Betriebs- und der Bewirtschaftungsstrukturen in Teilbereichen gliedernde Vegetationsstrukturen wie z.B. Hecken und vor allem Raine und Krautsäume zur Bereicherung des Landschaftsbildes und zur Verbesserung des Biotopverbundes anzulegen.”
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Ziele für Gebiete nördlich/östlich von Schermbeck gem. Landschaftsplan:
“Offenland-Komplex nördlich und östlich von Schermbeck
* Anlage von Biotopstrukturen (insges. ca. 3 – 4 ha):
Anpflanzung von Feldgehölzen, Hecken und Gehölzstreifen
Anpflanzung von Baumreihen, Baumgruppen, Kopfbäumen
Anlage von Feldrainen und Krautsäumen”
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Unser Schreiben an zuständige Stellen:
An
LANUV, poststelle@lanuv.nrw.de
An
Bezirksregierung Düsseldorf, poststelle@brd.nrw.de
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit zeigen wir aus Schermbeck, wo etliche Hecken und Wallhecken durch angebliche “Pflegemaßnahmen” und angeblich
erlaubte Holzernten stark gefährdet sind, folgende Auflösung einer Wallhecke im Landschaftsschutzgebiet an:
46514 Schermbeck, Forsthausweg (Abzweigung nach nach Osten zwischen “Nottkamp” und “Rhader Weg”). Hier läuft eine Wallhecke als Bitopverbundlinie auf das Waldgebiet “Üfter Mark” zu. Alle großen Bäume wurden in einem zweiten großen Abschnitt der Wallhecke entfernt und zu Brennholz entwertet. Eine Durchfahrt wurde geschaffen. Eine Pflegeabsicht ist nicht erkennbar.
Wir halten eine Genehmigung durch die Untere Naturschutzbehörde in Wesel oder ggf. auch noch durch einen Förster des RVR
für nicht hinnehmbar! Daher bitten wir um Überprüfung und ggf. um entsprechende Schritte.
Freundliche Grüße
Jürgen Kruse
Arbeitskreis Heckenschutz
Bonifatiusstr. 10
46514 Schermbeck
http://www.heckenschutz.de
info@heckenschutz.de
11. März 2011
————————————– siehe auch:
“Wege- und Wallheckenschwund” und “Verschwinden von Feldrainen und Wegen - ökologische Verödung und Agrarwüsten”!
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